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Marco Nekvasil (Mitte) mit den Teamchefs Alexander Schiessleder (links) und Andreas Ledermann (rechts).

Nekvasil unterschreibt BMW-Vertrag für IDM Superstock *

 

Nach einem Abstecher in die Spanische Moto2-Meisterschaft kehrt der IDM Superstockmeister vom Vorjahr mit dem

Team Van Zon-Remeha-BMW by LSG 2016 in die IDM zurück.

Die Aufgabe, die IDM Teamchef Werner Daemen zu bewältigen hat, ist einfach formuliert, aber schwer zu lösen. «Einen neuen Markus Reiterberger finden», lautet die Ansage des Belgiers, der mit seinem Team van Zon-Remeha-BMW zu den erfolgreichsten Teams im IDM-Fahrerlager gehört. Mit Markus Reiterberger hat er in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2013 den IDM Superbike-Titel geholt und den Bayer erfolgreich in die Superbike-WM 2016 transferiert.

 

Für die IDM Superstock ist Daemen bei der Suche inzwischen fündig geworden und hat sich den Österreicher Marco Nekvasil für die nächste Saison geangelt. Für Daemen zählt neben dem Talent auf dem Motorrad auch der Mensch neben der Rennstrecke. «Bei Marco stimmt das Gesamtpaket», ist er sich sicher. «Ich habe ihn genau beobachtet. Er fährt gut und vor allem im neuen Stil, also ziemlich nah am Boden. Und er ist auch sonst ein netter Kerl. Das ist mir wichtig.»

 

Mit Nekvasil hat Daemen einen Einjahres-Vertrag abgeschlossen. Das Ziel ist klar definiert. Der Titel 2016 muss her und das Terrain, das in diesem Jahr an die Yamaha-Piloten gegangen war, soll zurückerobert werden. «Die BMW ist besser, als sie es in dieser Saison gezeigt hat», glaubt Daemen. «Daher konzentrieren wir uns im kommenden Jahr auch mehr auf die Superstock-Klasse. Die BMW ist das beste Motorrad, wenn auch der richtige Fahrer drauf sitzt.»

Marco Nekvasil hat bereits 2014 bewiesen, dass er’s kann. Mit einer BMW S1000RR holte er sich den Titel in der IDM Superstock. Danach ging es für den großgewachsenen Österreicher nach Spanien, wo er in diesem Jahr in der Spanischen Meisterschaft antrat. «Ein Rückschritt», wie er heute weiss. «Es hat sich gezeigt, dass die Moto2 nichts für mich ist. Mit meinen 1,90 Meter bin ich auch zu gross. Und vom Spassfaktor ist so ein 1000er doch um einiges besser. Ausserdem ist die Moto2-WM nicht mein erklärtes Ziel. Stattdessen tendiere ich mehr in Richtung Superbike-WM. Da ist der Schritt, im Team von Werner Daemen anzutreten, genau richtig.»

 

Der Österreicher tritt in grosse Fussstapfen. Bastien Mackels konnte mit dem Team van Zon-Remeha-BMW bereits einen Titel in der IDM Superstock holen. Mit dem Franzosen Erwan Nigon wurde das Team Superbikemeister, mit Markus Reiterberger glückte der Titelgewinn gleich doppelt und der Bayer hat inzwischen den Sprung in die Superbike-WM geschafft.

Zuviel Druck ist das für Marco Nekvasil dennoch nicht. «Ich habe ganz gerne ein bisschen Druck», gibt er zu. «Das passt schon.» Den Wiedereinstieg in die IDM wurde im unter anderem durch das Team LSG ermöglicht, das Andi Ledermann und Alexander Schiesleder sowie Martin Gfirtner in der IDM Supersport betreiben. Sie waren Mitte diesen Jahres auf der Suche nach einem Ersatzfahrer für Rafael Neuner und wurden bei Nekvasil fündig.

Die Details müssen noch ausgearbeitet werden, doch Nekvasil fiebert schon jetzt seinem ersten Einsatz für das Team Van Zon-Remeha-BMW by LSG Racing entgegen. * Quelle: www.speedweek.com